Aufrüstung für das Heimkino: 3D-Filme im Wohnzimmer

Für viele ist der Traum vom Kino in den eigenen vier Wänden bereits in Erfüllung gegangen. Die Investition in das eigene Heimkino lohnt sich meist, egal ob mit großem Flatscreen-Fernseher und Surround-Anlage oder mit Leinwand und Beamer. Ein neuer Techniktrend hat bereits Einzug in viele Heimkinos gehalten: Die dritte Dimension. Die Vorstellung, Filme, Fernsehen und sogar Spiele in 3D genießen zu können, klingt nach wie vor futuristisch, auch wenn sie bereits in vielen Haushalten wahr geworden ist.

Die Aufrüstung in die dritte Dimension will für Neulinge jedoch gut geplant sein, denn das Finden der richtigen Ausstattung ist meist gar nicht so leicht. Welche Geräte sind untereinander überhaupt kompatibel? Welche 3D Technologie ist die beste? Hier ist die Entscheidung zwischen Polarisationsfilter- und Shutter-Technik zu treffen, da beide Varianten nur mit entsprechenden Brillen funktionieren. Vorteil der Shutter-Technologie ist, dass beide Augen ein komplettes HD-Bild erhalten, welches – zumindest von den Werten her – schärfer und klarer ist als das Bild bei Polfilterfernsehern.

Technische Voraussetzungen

Anders als bei den Polfilter-Geräten müssen bei der Shutter-Technik nicht nur die Bildsteuerung und das Display auf 3D ausgerichtet sein, in den Fernseher wird zusätzlich ein Sender eingebaut, welcher die aktiven Brillen direkt ansteuern kann. Deren Technik ist deshalb auch ein ganzes Stück ausgefeilter, schwerer und natürlich auch teurer als die Polfilter-Brillen. Diese sind meist schon für einen Euro zu erstehen, während Brillen für Shutter-Technik in der Regel ab 40 Euro aufwärts erhältlich sind. Polfilter-Brillen können im Grunde für jedes Gerät verwendet werden, welches für 3D-Technik kompatibel ist. Shutter-Brillen hingegen können bisher nur begrenzt eingesetzt werden. Die Brillen der meisten Hersteller sind untereinander noch nicht kompatibel, ein Standard ist aber bereits im Entwicklungsprozess.

Eine wachsende Branche

Im Jahre 2011 wurden bereits 1,7 Millionen 3D-fähige Gerätschaften verkauft, darunter größtenteils Fernseher mit einer Bildschirmdiagonale von mehr als einem Meter. Bei diesen handelt es sich meist um 2D-Geräte, die mit 3D-Zusatzfunktionen ausgestattet sind. Was die passenden Medien angeht, so ist der Fundus von Blu-Rays und 3D-Videospielen vergleichsweise noch begrenzt, doch auch er wächst mit steigender Nachfrage. Auch im Fernsehen werden bereits vereinzelt Filme in 3D übertragen. Das Gute: Die Blu-Ray Formate sind sowohl für die Shutter- als auch für die Polfilter-Technik geeignet.

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